Bildung
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Bildung ist die Möglichkeit des Menschen, sein Verhältnis zu sich selbst und zur Welt/Gesellschaft über Aneignung von Wissen, kultureller und sozialer Praxis zu gestalten.
Der Bildungsbegriff als solches zeichnet sich durch eine Vielzahl an Zugängen und in der Folge durch unzählige Definitionen aus. Angesichts dieser Komplexität ist es unumgänglich, sich damit auseinanderzusetzen, welchen Ansprüchen der Bildungsbegriff aus feministischer Perspektive genügen soll/muss.
Durch Bildung können Menschen angehalten werden, innerhalb eines Systems zu „funktionieren“ (Bildung legitimiert bestehende Verhältnisse); sie können aber auch zu selbstständigem und kritischem Denken angeregt werden (Gesellschaftsveränderung via Bildung).
Aktuell gewinnt Bildung aus Sicht politischer Interessen an Bedeutung. Unter dem Stichwort „Lebenslanges Lernen“ soll die Bevölkerung von der Wiege bis zur Bahre firm gemacht werden für den globalen Wettbewerb. Bildungsziele werden daher immer stärker von den Mechanismen des Marktes beeinflusst: rasche Ergebnisse und direkte wirtschaftliche Verwertbarkeit („Employability“) sind gefragt. Eine gerechte Verteilung von Bildungschancen steht dabei zunehmend weniger im Zentrum des herrschenden politischen Interesses, genausowenig wie das Recht auf eine interessensgeleitete Bildungslaufbahn, die der Entwicklung der Persönlichkeit und nicht nur der Qualifizierung dient. Problematisch erscheint darüber hinaus die Aneignung kritischer Zugangsweisen durch das herrschende System, so sind etwa Gender Mainstreaming, Partizipation und Empowerment scheinbar als Elemente der herrschenden Bildungspolitik anerkannt.
in{}fem sieht es als Aufgabe, unterschiedliche Bildungsbegriffe sowie Mechanismen innerhalb des bestehenden Bildungssystems kritisch zu reflektieren. In diesem Sinne erhebt in{}fem den Anspruch, sich kritisch mit bildungs- und wissensrelevanten Ideologien sowie deren Erscheinungsformen in Institutionen, Curricula, informellem Lernen u.a. auseinanderzusetzen. Die Frage ist: wen wohin und wofür bilden. Dies tut in{}fem insbesondere mit kritischen Augenmerk auf gender-vermittelte Unterschiede. Dabei sind wir uns bewusst: immer sind Forschende auch Teil des (Bildungs)Systems. ForscherInnen zeichnen sich jedoch dadurch aus, dass sie gleichzeitig am Ufer stehen und im Fluss schwimmen können müssen.
Bildung versteht sich bei in{}fem somit vielfältig:
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